Chronik

 

Die Kolping-Karnevals-Gesellschaft-Neuenkirchen (K.K.G.N.) - ist seit vielen
Jahren ein Aushängeschild der Kolpingfamilie Neuenkirchen. Seit nahezu 100
Jahren wird in Neuenkirchen Karneval gefeiert. Unter dem Motto
" Frohsinn und Scherz" traf man sich jedes Jahr vor Beginn der Fastenzeit im
Kolpinghaus.


Der Karneval in Neuenkirchen hat eine lange Tradition. Das beweist ein altes
Plakat von 1898. Eine ausgesprochene Blütenzeit erlebte der Karneval in den
dreißiger Jahren durch die K G N - Karnevalsgesellschaft Neuenkirchen.
Diese Gruppe organisierte die ersten großen Rosenmontags-Umzüge, die bis
zum Ausbruch des 2.Weltkrieges in Neuenkirchen durchgeführt wurden.
In den Jahren des Krieges und noch lange danach ruhte das karnevalistische
Leben in Neuenkirchen. Erst Anfang 1961 entschlossen sich einige Kolpingbrüder
die 5.Jahreszeit wieder in's Leben zu rufen. Im Protokoll der Vorstandsitzung vom
19.Januar 1961 heißt es hierzu:

"Der Vorschlag, in diesem Jahr probeweise ein paar Einlagen
zu machen in Form von Elferrat, Büttenreden usw.,
wurde angenommen."

Daraufhin wurden einige Kolpingbrüder damit beauftragt ein Programm auszuarbeiten.
Am 8.Februar 1961 war es dann soweit und die 1.Sitzung im Kolpinghaus
wurde durchgeführt.


Nun kam der Fasching immer weiter in Fahrt. Die K.K.G.N. wurde gegründet,
Franz Druffelsmeyer wurde 1963 erster Sitzungspräsident, man entschloss sich
zu einer 2. Karnevalsitzung und aufgrund der großen Begeisterung wurde 1965
sogar einmalig eine 3. Sitzung aufgeführt.

Im Jahr 1966 wurde erstmalig der Narrenschar mit Hermann Setter der
erste Karnevalsprinz der K.K.G.N. präsentiert. Ab 1970 wurde dann ein Prinzenpaar
bei den Sitzungen proklamiert. Die Auswahl der Prinzenpaare wird nur von einem
kleinen Kreis von Vereinsmitgliedern getroffen und ist streng geheim.
Dementsprechend ist das Rätselraten um das neue Paar sehr groß und zahlreiche
Wetten wurden bereits verloren.


Ab 1968 stand die Prinzengarde erstmalig auf der Bühne und das erste eigene
Tanzpaar wurde den Narren vorgestellt. Immer neue Talente in der Bütt und auf
der Tanzfläche fanden den Weg auf die Bühne und bereicherten das Programm
von Jahr zu Jahr.

Ab 1970 wurde zum ersten Mal ein Doktor humoris causa vorgestellt und wird
seither in der ersten Prunksitzung für seinen Humor präsentiert. Mit diesem Titel
sollen Bürger geehrt werden, die sich ehrenamtlich für die Allgemeinheit verdient
gemacht haben. Erster Kandidat war Hanna Körkemeier die für Ihre vielen Auftritte
beim Theater und im Karneval ausgezeichnet wurde.
Ebenso wurde 1970 der Straßenkarneval in Neuenkirchen von einer kleinen Schar
närrischer Frauen wieder in's Leben gerufen. Diese Damen zogen verkleidet durch
den Ort und brachten so manche Mannsbilder aus dem Konzept. Aus dieser
Frauengruppe enstanden später die " ALTWEIBER".

Ab 1971 beteiligte sich die K.K.G.N erstmals mit einem Prinzenwagen am
Rosenmontagsumzug in Rietberg. Seitdem haben viele schöne Prinzen- und
Altweiberwagen sowiebunt kostümierte Fußgruppen den Umzug Jahr für Jahr
bereichert.


1975 entschloßen sich die Verantwortlichen der K.K.G.N und der Altweiber,
statt des Frauenumzuges durch die Gemeinde ein Bühnenprogramm aufzuziehen.
Am Altweibertag 1976 bestimmten zum ersten Mal die Frauen das Geschehen im
Kolpinghaus und führten ein buntes Programm von Frauen für Frauen auf.
Männer wurden erst spät Abends geduldet.
Die Altweibersitzung wurde bis 1999 am Altweibertag durchgeführt.
Nach einjähriger Pause im Jahre 2000 findet die Frauensitzung nun
an einem Samstag statt.

Im Laufe der Jahre wurde das Programm durch eine Kindersitzung abgerundet,
denn ohne Nachwuchs geht es nicht! Viele Talente haben dort Ihre ersten
Auftritte gehabt, wuchsen mit dem Verein auf und bereichern heute die großen
Prunksitzungen, sind Mitglieder im Elferrat oder bei den Altweibern.


Auch die Seniorenarbeit wird bei der Kolping Karnevals Gesellschaft Neuenkirchen
gefördert:
Seit vielen Jahren wird den Senioren der Gemeinde immer Mittwochs vor dem
Altweibertag ein kostenloses Programm mit vielen Höhepunkten aus den
Prunksitzungen im Kolpinghaus präsentiert.

Ebenfalls besucht man das örtliche Seniorenheim und überbringt den Bewohnern
einen karnevalistischen Gruß.